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Virtualisierte Schutztechnik für digitalisierte Umspannwerke
Siemens Smart Infrastructure führt mit Siprotec V eine virtualisierte Schutz- und Steuerlösung für skalierbare, sichere und schneller realisierbare digitale Umspannwerke ein.
www.siemens.com

Mit Siprotec V stellt Siemens Smart Infrastructure eine virtualisierte Weiterentwicklung der etablierten Schutz- und Steuertechnik Siprotec 5 vor. Die Lösung ist für digitalisierte Umspannwerke ausgelegt und adressiert zentrale Anforderungen moderner Stromnetze: Skalierbarkeit, verkürzte Projektlaufzeiten und erhöhte Betriebssicherheit.
Virtualisierung als Antwort auf steigende Netzanforderungen
Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien, die zunehmende Elektrifizierung und wachsende Lasten erhöhen den Druck auf bestehende Netzinfrastrukturen. Netzbetreiber stehen vor der Aufgabe, Kapazitäten deutlich zu erweitern und gleichzeitig veraltete Anlagen zu modernisieren. Siprotec V setzt hier an, indem Schutz- und Steuerfunktionen von dedizierter Hardware entkoppelt und softwarebasiert bereitgestellt werden. Dieser Ansatz unterstützt die Standardisierung und Automatisierung von Umspannwerken und beschleunigt deren digitale Transformation.
Skalierbare Schutz- und Steuerarchitektur
Siprotec V ermöglicht die Virtualisierung von Schutz- und Steuerfunktionen innerhalb eines Umspannwerks und vereint bis zu 60 virtuelle intelligente elektronische Geräte (IEDs) auf einer gemeinsamen Plattform. Netzbetreiber können Schutzkonzepte flexibel anpassen, ohne hardwareseitige Änderungen vornehmen zu müssen. Durch die Konsolidierung der Funktionen lassen sich Platzbedarfe im Schaltraum um rund 45 Prozent reduzieren, was insbesondere bei Modernisierungen bestehender Anlagen relevant ist.
Vereinfachte Inbetriebnahme und beschleunigte Projekte
Die virtualisierte Architektur erlaubt eine durchgängige digitale Prüfung des Umspannwerks vor der Inbetriebnahme. Installations- und Testprozesse werden vereinfacht, Fehlerquellen frühzeitig erkannt und Projektlaufzeiten verkürzt. Siemens beziffert die mögliche Zeitersparnis bei der Umsetzung digitaler Umspannwerke auf bis zu sechs Monate. Softwareupdates, Patches und funktionale Erweiterungen können zentral und ohne Eingriffe in die Hardware bereitgestellt werden.
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
Durch die Reduzierung physischer Schutz- und Steuergeräte sinkt der Bedarf an Schaltschränken, Kupferverkabelung und baulichen Maßnahmen wie Kabeltrassen. Dies kann die CO₂-Emissionen pro digitalem Umspannwerk um bis zu 50 Prozent senken. Gleichzeitig ergeben sich Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent, da weniger Hardware installiert und gewartet werden muss.
Basis für datenbasierte Netzentscheidungen
Siprotec V unterstützt das Hosting datenintensiver Anwendungen direkt im Umspannwerk. Dazu zählen Echtzeit-Auswertungen und prädiktive Analysen, die Netzbetreibern eine fundierte Entscheidungsfindung im laufenden Betrieb ermöglichen und die Netzresilienz erhöhen.
Sicherheit und regulatorische Konformität
Die Lösung ist auf hohe Cyber- und Betriebssicherheit ausgelegt und orientiert sich an etablierten Branchenstandards und Richtlinien, darunter Vorgaben des BDEW sowie internationale NERC-CIP-Anforderungen. Damit adressiert Siprotec V die wachsenden Sicherheitsanforderungen digitaler Energienetze.
Technische Einordnung
Mit Siprotec V überträgt Siemens Smart Infrastructure bewährte Schutzalgorithmen in eine softwaredefinierte, virtualisierte Umgebung. Die Kombination aus Skalierbarkeit, verkürzten Projektlaufzeiten, reduzierten Emissionen und erhöhter Flexibilität positioniert die Lösung als Baustein für zukunftsfähige, digitalisierte Umspannwerke.
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